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Was ist Fairer Handel?    HandelspartnerInnen  
 

Der Weg von den ProduzentInnen bis zum Weltladen

Die HandelspartnerInnen in den Ländern des Südens

Weltweit arbeitet die GEPA - The Fair Trade Company derzeit mit etwa 190 HandelspartnerInnen zusammen.

Zielsetzung und Kriterien der Zusammenarbeit

Die Handelskriterien der GEPA - The Fair Trade Company sind allgemein als beispielhaft und weitreichend anerkannt.
Die derzeit gültigen Kriterien wurden von der GEPA-Gesellschafterversammlung am 12.05.75 verabschiedet..
Als Ziel wurde u.a. festgelegt: „Lebensbedingungen von Menschen - besonders in Ländern der ‚Dritten Welt' - zu verbessern, die in der regionalen Wirtschafts- und Sozialstruktur sowie der Weltwirtschaft benachteiligt sind. Die gepa will als verlässliche Partnerin den Produzent/innen ermöglichen, unter menschenwürdigen Bedingungen am nationalen und internationalen Marktgeschehen teilzunehmen und für sich aus eigener Kraft einen angemessenen Lebensunterhalt sicherzustellen."

Richtlinien für die Auswahl der HandelspartnerInnen

Die Anforderungen für einen Fairen Handel in Bezug auf

  • HandelspartnerInnen
  • Produkte
  • Handelsbedingungen
    regelt ein so genannter Kriterienkatalog.

Die wichtigsten Bedingungen sind:

  • Die Partnerorganisationen sollen auf gleichberechtigter Basis die Verbesserung der Lebenssituation aller Beteiligten anstreben.
  • Eine Bereicherung Einzelner ist auszuschließen.
  • Die Produktion darf weder Mensch noch Umwelt schädigen.
  • Langfristige und verlässliche Geschäftsbeziehungen werden angestrebt.
  • Die Auswahl der PartnerInnen wird von einem unabhängigen Ausschuss überprüft, dem neben VertreterInnen der Gesellschafter auch externe ExpertInnen angehören.
  • Alle Maßnahmen müssen den ProduzentInnen mittelfristig eine Perspektive bieten.
  • Der Wille zur Selbsthilfe soll mobilisiert, die regionalen Wirtschaftskreisläufe gestärkt werden.
  • Eine Pilotfunktion mit impulsgebendem Charakter für die Region ist wünschenswert.
  • Es erfolgt eine direkte Zusammenarbeit mit den ProduzentInnen, ohne Beteiligung eines Zwischenhandels

Es gibt keinen strengen Formalismus bei der Festlegung dessen, was die GEPA - The Fair Trade Company jeweils als fair betrachtet. Jede/r PartnerIn ist unterschiedlich und wird deshalb individuell behandelt.

Schritte einer fairen Handelsbeziehung

  • Anfragen nach einer Zusammenarbeit werden meist von den ProduzentInnen selbst an die GEPA - The Fair Trade Company herangetragen. Daraufhin wird Datenmaterial gesammelt und ausgewertet, das Antworten entsprechend der Richtlinien gibt.
  • Eine Marktanalyse des Produktes vor und nach einer Testphase gibt Aufschluss über Absatzmöglichkeiten des Produktes
  • Gemeinsame Entwicklungsziele werden festgelegt und im offenen Dialog kurz- und langfristige Projektziele und Maßnahmen vereinbart.
  • Die GEPA - The Fair Trade Company bietet Einkaufspreise über Weltmarktniveau, festgelegte Mindestpreise, projektgebundene Zahlungsaufschläge und eine Vorfinanzierung, sowie kompetente Produktberatung.
  • Alle Absprachen werden in einer individuell erstellten Partnerschaftsvereinbarung schriftlich festgehalten und vom jeweiligen Handelpartner und der GEPA - The Fair Trade Company unterzeichnet.
  • ProjektmanagerInnen der GEPA - The Fair Trade Company bzw. MitarbeiterInnen der Siegelorganisation „FLO" prüfen und beraten die HandelspartnerInnen , solange die Geschäftsbeziehung andauert, und fördern so einen Prozess des Lernens und der Verbesserung.

Beispiel: Biotee aus Indien

„Wir wollten nicht nur die Menschen im Teegarten Samabeong fördern, sondern auch Kleinbauern in der Region," so Binod Mohan von Tea Promoters India (TPI). Deshalb wurden seit 1997 rund 100.000 Teepflanzen für die Kleinbauern der Subarna Tea Cooperative aus dem Mehrpreis finanziert, den die gepa ihrem Handelspartner TPI für den Biotee aus dem Teegarten Samabeong zahlt.
Nun kann die GEPA - The Fair Trade Company jetzt sozusagen „die Teeblätter ernten" und zum 15jährigen Jubiläum der Zusammenarbeit mit Samabeong den Tee von diesen Kleinbauern aus Darjeeling anbieten!
Die Teepflanzen mussten etwa fünf Jahre wachsen, bevor die Bauern die ersten Blätter ernten konnten. Doch es waren nicht die Sträucher allein, die die Kleinbauern vom Anbau eines für sie neuen Produkts überzeugten, Kurse wurden gegeben, von Pflanzenpflege bei Tee bis zum Aufbau einer Genossenschaft.
Verarbeitet wird der Tee der Kleinbauernkooperative in der Teefabrik des Teegartens Samabeong. Entstanden ist der Kontakt zwischen TPI und den Kleinbauern aus der Region des Teegartens Samabeong übrigens über deren Kinder. Die Kinder der Kleinbauern besuchen zusammen mit den Kindern der Teearbeiter die weiterführende Schule, die unser Handelspartner TPI nach der Übernahme des Teegartens Samabeong eröffnete. Diese einzigartige Schule soll den Kindern in der gesamten Region zugute kommen, so der feste Vorsatz ihrer Gründer, der konsequent umgesetzt wurde. In 2004 kam rund die Hälfte von den insgesamt 323 Kindern, die dort zur Schule gingen, von den umliegenden Dörfern des Teegartens Samabeong.
„Für uns war bisher das Wichtigste, dass unsere Kinder dank unserer Zusammenarbeit mit der GEPA die weiterführende Schule im Teegarten Samabeong besuchen können. Für die Zukunft erwarten wir von der gepa, dass sie sich zusammen mit uns und den Kleinbauern der Subarna Tea Cooperative weiterhin aktiv für eine nachhaltige Entwicklung einsetzt." So Mani Tamang, Vorsitzender des Samabeong Worker Committee.


teeplückerin



Weltladen-Umzug in Langenzenn

Nur wer sich fairändert, bleibt sich treu


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Unternehmen Weltladen ist ein Angebot der GEPA - The Fair Trade Company für Weltladen-Gründung


In Kooperation mit dem Weltladen-Dachverband e.V. und öko-sozial-marketing.